Susi und Simon unterwegs

2 Monate in China
 
 

Neues aus dem Reich der Mitte


Hallo ihr,

heute gibts mal Post aus China.
Ihr solltet das als etwas besonderes betrachten, da es wirklich nicht ganz einfach ist von hier aus das Internet zu nutzen.

Wir mussten zum Beispiel extra einen neuen Blog einrichten, der heisst:
http://susimon.myblog.de/susimon/
und um unnoetige Spam-Mails zu vermeiden werdet ihr alle weiteren Nachrichten dort finden.
Fotos gibts leider erst mal keine - das hochladen funktioniert nicht. Freut euch daher auf die Zeit, wenn wir wieder da sind.

Ueberall im Land sieht man, dass China rasant zu anderen Industrielaendern aufholt. Ueberall werden riesige Bauprojekte vorangetrieben, Strassen, Hochhauser, U-Bahnen es entsteht alles mit einer Geschwindigkeit, die einen an das Computerspiel SimCity erinnert. Ein Mausklick und Rummms steht mitten in der gruenen Wiese ein Wohngebiet, wahlweise eine touristisch attraktive Pagode oder eine rauchende Fabrik. Der Pekinger Westbahnhof ist einfach nur gigantisch. Der Baustil bleibt dabei meist den Protzbauwerken der Sowjetzeit treu, mit einigen chinesischen Ausschmueckungen wie einem kleinen Pavillion auf dem Dach.
Der Mensch bleibt bei solcher Architektur meist auf der Strecke. So verfuegt auch der Westbahnhof noch nicht ueber einen U-Bahnanschluss, sondern nur ueber eine voellig ueberlastete Buslinie und die Distanzen die zu Fuss zurueckgelegt werden muessen sind buchstaeblich genauso gigantisch wie die Bauwerke selbst. Rolltreppen gibts spaeter dann. Fuer Behindertengerechte Aufzuege fehlen Platz und Zeit.

Diese Entwicklung verbindet sich mit dem chinesischen Hang zur Improvisation. Wir Deutschen werden ja ueberaus bewundert fuer unsere akurate Arbeitsweise, im Grunde aber ueberlegen sich viele Chinesen "Warum diese uebertriebene Genauigkeit? Das Meiste laesst sich doch auch durch Augenmass abschaetzen". Es gibt auch ein woertliches chinesisches Aequivalent fuer den schoenen schwaebischen Ausspruch "Basst scho!": "Cha bu duo!".
So wird bei Fahrraedern konsequent auf die Gangschaltung und meist auch auf die Bremsen verzichtet - wer braucht schon so komplizierten Schnickschnack? Stattdessen einen eleganten Lack und eine ordentliche Klingel. In den Autos muessen meist als erstes die Sicherheitsgurte dranglauben - wie in sovielen anderen aussereuropaeischen Laendern.

Damit waeren wir beim Bericht ueber unsere eigentlichen Erlebnisse, bei denen die mit dem chinesischen Verkehrswesen einen bedeutenden Teil ausmachen.

2.9.09 14:20

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