Susi und Simon unterwegs

2 Monate in China
 
 

China-Exkursion 2009, die ersten Tage

So, einige Tage ist es her, dass wir zum letzten Mal von uns haben hoeren lassen.

In der Zwischenzeit haben wir 15 Kommilitonen aus Erlangen in Chengdu getroffen und unser Reisetempo nochmals beschleunigt, falls das ueberhaupt noch moeglich gewesen sein sollte.

Von Chengdu, der Haupstadt von Sichuan, ging es per Inlandsflug nach Kunming, der Hauptstadt von Yunnan. Dort logierten wir im ersten von mehreren sehr edlen Hotels. Die meisten haben bereits ein Foyer, dass uns sofort zu einem weiten Bogen veranlasst haette, wenn wir noch selbststaendig unterwegs waeren. Nun aber haben wir alle logistischen Aufgaben vertrauensvoll in die Haende von Fan gelegt, einem chinesischen Doktoranden unseres geschaetzten Professors. Es stellt sich heraus, dass auch chinesische Luxushotels durchaus mit sich handeln lassen, sodass eine Uebernachtung bei 6-8 Euro pro Person liegt - was nur ein Drittel deutscher Jugendherbergspreise ist.

Auch die Mahlzeiten finden nun regelmaessig, in geselliger Runde an grossen runden Tischen statt. Auf den Tischen befinden sich Drehscheiben aus Glas auf denen die Speisen kursieren. Jeder nimmt sich mit seinen Staebchen worauf es ihn gerade geluestet. Es wird so ziemlich alles geboten:

Schweinefleisch suess-sauer oder mit Kastanien, Erdnusskloesschen, Tofu-Suppe, komplettes Huhn in Einzelteilen im Suppentopf, Maden, knuspriger Fisch, Ente mit und ohne Schnabel, Chilli-Pommes, Spinat, Gurken, undundund ... eigentlich muesste man einen eigenen Blog-Eintrag verfassen um all die kulinarischen Koestlichekeiten zu nennen und zu beschreiben. Tatsaechlich haben wir nach den ersten paar Tagen das Gefuehl, wir befinden uns im falschen Exkurisonsbus: Essen, einsteigen, fahren, Essen, fahren, Essen, Schlafen, Essen - So muesste eigentlich der Tagesablauf fuer einen Hauswirtschafts- oder Ernaehrungswissenschaftler aussehen :-)

Tatsaechlich werden aber nicht nur die Geschmacks- und Gesaessnerven angesprochen, sondern es gibt auch einiges zu sehen.

Wir besuchen zerklueftete Kalksteinformationen in Shilin und fahren dann eine lange Strecke in Richtung Laos. Unser Ziel ist der groesste botanische Garten Asiens, der XTBG "Xishuanbanna Tropical Botanical Garden". Hier wuchert und gedeiht eine immergruene, tropische Regenwaldflora. Interessant ist, dass sie sich auf den gleichen Breitengraden wie die Sahara befindet, und nur aufgrund des starken Monsuns bestehen kann. Gut fuer uns, dass gerade die Trockenzeit beginnt. Auf unserer Haut perlt jedoch der Schweiss, sodass ein paar Regentropfen auch keien Unterschied mehr machen wuerden.

Drei Tage spaeter geht es wieder in hoehere Lagen in suptropische, moosueberwucherte Waelder. Mit richtig coolen Jeeps fahren wir auf eine abgelegen Forschungsstation, die sonst Touristen voellig unzugaenglich ist. Das heisst, fuer alle reichen die Gelaendewagen nicht, und so fahren Wolfi, Dennis und ich mit einem Minibus-Taxi und versinken prompt in einem Schlammloch. Da auch von den Gelaendewagen keiner ein Abschleppseil dabei hat, warten wir bis ein LKW ankommt und einen duenne Leine auspackt. Die wird hinten am kopfueber in der Pfuetze steckenden Auto festgemacht und per Tauziehen bekommen wir starken Maenner das Ding wieder auf trockenen Boden, wo es dann auch stehen bleibt. Wir uebrigen verteilen uns auf die Gelaendewagen und weiter gehts.

 

28.9.09 15:40

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